Flötenbau heute

Was bleibt von den jahrhundertelang gut behüteten Geheimnissen des Flötenbaus über?

Heute ist dank modernster Techniken und Prüfverfahren fast alles nachvollziehbar. Prinzipiell sind das Wissen um die Konstruktionsmerkmale, Materialbeschaffenheiten, Bearbeitungsvorgänge, Formen usw. heute kein Geheimnis mehr. Ob aber dieses Know-How für den Bau eines qualitativen hochwertigen Flötenkopfs ausreicht? Ich glaube, dass es noch zusätzlich Kompetenz wie künstlerischer und handwerklicher Intuition bedarf um wirklich gute Instrumente zu bauen.

Der kleine Unterschied mit großer Wirkung

Im Profi-Bereich erzielen Feinabstimmungen besonders große Effekte und können entscheidend für den Erfolg sein. Durch ein perfekt abgestimmtes, individuelles Instrument verschafft sich der Flötist im Wettbewer eine andere Ausgangssituation. Bei vielen Sportarten entscheidet oft der Materialvorteil darüber, wer am Podest ganz oben steht. Auch für den Profimusiker gilt leider, dass nur der gut ist, der gewinnt. Mit der Palette an Rädchen und Schrauben, an denen gebastelt und gedreht werden kann um die individuelle, optimale Flöte zu kreieren, kann der Flötenbauer wichtige Unterstützung leisten.

Vortrag Werner Tomasi November 2010, Zip-Datei herunterladen (PDF)