Werner Tomasi

Der gebürtige Lienzer Werner Tomasi begann seine musikalische Ausbildung bereits im Alter von sechs Jahren.

Sein musikalischer Werdegang führte ihn an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (jetzt Universität für Musik Wien), wo der Gründer und Chef der Wiener Flötenwerkstatt bei Frau Professor Gisler-Haase Querflöte studierte.

Der Preisträger der WANAS-Stiftung der Wiener Philharmoniker wirkte früher regelmäßig bei Konzerten verschiedener Ensembles und Orchester mit und ist heute aus zeitlichen Gründen nur mehr Mitglied der Vienna Flautists, einer Vereinigung von acht Querflötisten.

Tomasis Herangehensweise an den Flötenbau ist maßgeblich von der Perspektive des erfahrenen Flötisten geprägt und wurzelt in seinem Bestreben, die Klangcharakteristik der Flöte wissenschaftlich und rational erfassbar zu machen. So hat er seit 1986 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wiener Klangstil der Hochschule (jetzt Universität) für Musik und darstellende Kunst in Wien und gefördert durch den Forschungsförderungsfonds der gewerblichen Wirtschaft verschiedene Forschungsprojekte über den Flötenbau durchgeführt.

Wesentliche Erkenntnisse über den Einfluss des Materials auf den Flötenton sowie über die Möglichkeiten der Klangoptimierung bei Goldkopfstücken zu erhalten und diese für den Flötenbau gezielt zu nutzen, war so möglich.

Seine Erfahrungen im hochwertigen Flötenbau setzt Werner Tomasi auch für die Flötistinnen und Flötisten von morgen ein. Mit Frau Professor Gisler-Haase wurde eine Kinderflöte entwickelt, die sowohl die körperlichen als auch die klanglichen Ansprüche zufriedenstellt. Diese wird seit dem Frühjahr 2010 als „Wave-Line“-Flöte von Azumi produziert.